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Wirkung und Nebenwirkungen von Wacholderbeeren

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Wacholders sind seine ätherischen Öle. Die Hauptbestandteile diese Öle sind Terpenkohlenwasserstoffe wie die Pinene. Dank dieser Pinene hat der Wacholder eine stark harntreibende Wirkung. Die Beeren fördern die Durchblutung der Schleimhäute und haben eine keimtötende und somit antiseptische Wirkung. Schon im Altertum wurden die Beeren des Wacholders bei Brustleiden, Husten und Leibschmerzen verabreicht. Auch die alten Germanen verwendeten den Wacholder schon als Heilmittel, der Rauch der Pflanze sollte darüber hinaus wilde Tiere vertreiben. Während der Pest wurden gegen eine Ansteckung Räucherungen mit Wacholder empfohlen.

Heute setzt man den Wacholder in der Medizin zur Blutreinigung und bei akuten Verdauungsbeschwerden ein. Auch bei Beschwerden der Harnblase und bei Steinleiden kommen Medikamente aus der Pflanze zum Einsatz. Als Badezusatz wirkt der Wacholder unterstützend bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen.

Vorsicht ist bei längerer Anwendung und bei einer Überdosierung angesagt, hier kann es zu Nierenschäden kommen. Auch in der Schwangerschaft sollte man auf Anwendungen mit Wacholder besser verzichten.