Wirkung und Nebenwirkungen von Stachelbeeren
Der wissenschaftliche Name der Stachelbeere, uva-crispa ist abgeleitet von lat. uva “Traube” und crispus “kraus“. Der Volksmund bezeichnet die Beeren auch als Druscheln, Ogrosl, oder als Klosterbeere. Wie viele Pflanzenarten wurde auch die Stachelbeere in den Klostergärten angepflanzt. Die Beeren enthalten viel Vitamin C, Kalium, Kalzium, Phosphor und Carotin. Trotz ihres eher säuerlichen Geschmacks hat sie, nach den Weintrauben den höchsten Zuckergehalt beim heimischen Beerenobst. Ihr hoher Gehalt an Silizium macht sie wertvoll für die Stärkung des Bindegewebes. Die Volksheilkunde schreibt ihr darüber hinaus entgiftende und entwässernde Eigenschaften zu. Zur Behandlung von Mundfäule wurden im Mittelalter die Blätter in Wasser und Alaun gekocht. Durch ihren hohen Anteil Fruchtsäure wirken sie leicht abführend. Vor allem die roten Sorten weisen einen hohen Anteil an Anthocyanen auf, einem wichtigen sekundären Pflanzenwirkstoff. Wie alle Beeren haben Stachelbeeren nur wenig Kalorien, so schlagen 100g der leckeren Früchte gerade mal mit 38 Kalorien zu Buche.
Nebenwirkungen oder giftige Planzenteile sind bei der Stachelbeere nicht bekannt.