Wirkung und Nebenwirkungen der Schwarze Krähenbeere
In Krähenbeeren ist doppelt so viel Vitamin C enthalten wie in der gleichen Menge Blaubeeren. Daher war sie bei den Seefahrern als gutes Mittel gegen die gefürchtete Skorbut begehrt. Die Beeren enthalten sehr viele Gerbstoffe, was sie zu einem guten Hausmittel gegen Durchfall macht. Wie die meisten Beeren enthalten auch die Krähenbeeren wertvolle Flavinoide und Phenolsäuren die als Antioxidanzien wirken. Diese gelten als Vorbeuger gegen Krebs, weil sie freie Radikale abfangen und so die Entstehung von Krebs verhindern sollen. Sie üben ebenfalls einen günstigen Einfluss auf den Blutdruck und das HDL-Cholesterin aus. Wegen ihres dunklen Saftes wird sie zusammen mit Heidelbeeren für die Saftherstellung als Färbemittel benutzt. Aus ihren Zweigen machte man Besen und Bürsten oder nutzte ihr Holz als Brennmaterial.
Früher nahm man an, dass die schwarze Krähenbeere geringe Mengen des Wirkstoffs Andromedotoxin enthält. Weil die Frucht auch als Rauschbeere bezeichnet wird, nahm man an, der rauschähnliche Zustand werde durch das Andromedotoxin hervorgerufen. Dabei haben neuere Untersuchungen gezeigt, dass dafür ein Hefepilz verantwortlich ist, der das Fruchtfleisch gären lässt. Allerdings enthalten die Blätter Alkaloide, die sie leicht giftig machen.