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Die Krähenbeerpflanze

Die Krähenbeere wächst an einem etwa 30 cm hohen Strauch, der mit seinen nadelartigen Blättern eher an eine niedrig wachsende Konifere oder an Heidekraut erinnert. Ihre Wurzeln reichen bis zu 50 cm in den Boden hinein und bilden dort eine Symbiose mit einem Bodenpilz, der die Pflanze mit Nährstoffen versorgt. In der Blütezeit von Mai bis Juni trägt die Pflanze männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind rosafarben, die weiblichen sind dunkler und schon fast purpur gefärbt. Ab Juli sind die Beeren reif, sie können roh aber auch gekocht verzehrt werden. In ihrer nördlichen Heimat wächst die schwarze Krähenbeere auf eher sandigem Boden oder an den Rändern der Moore. Man findet die Pflanze auf der ganzen nördlichen Erdhalbkugel, besonders aber in Skandinavien, Sibirien und Nordamerika. In Deutschland gibt es größere Bestände auf der Insel Spiekeroog, dort gedeiht sie auf saurem Boden inmitten der Braundünen. Typisch für die Krähenbeere ist Bewuchs auf den nordwärts ausgerichteten Dünenseiten. So teilt sie mit ihrem Bewuchs die Düne in eine helle und eine dunkle Seite.

Krähenbeeren anbauen und ernten

Da die kleinen Büsche einen sandigen bis moorigen Untergrund brauchen, ist es nicht so einfach, sie im Garten heimisch zu machen. Am besten dürfte das wohl gelingen, wenn man sie mit einer entsprechenden Erde pflanzt, oder viel Torf in den Boden mischt. In Gärten, in denen Rhododendron gut gedeiht, werden sich auch die Krähenbeeren wohlfühlen. Da es sich bei der schwarzen Krähenbeere um eine zweihäusige Pflanze handelt, muss man zwei Pflanzen setzen, um Früchte zu ernten. Die Krähenbeere ist wegen ihrer Herkunft aus den nördlichen Gefilden komplett frosthart und nimmt auch den Anbau in raueren Gegenden nicht übel. Wegen ihrer flachen Wuchsform bieten sich die Krähenbeeren als Bodendecker oder zur Unterpflanzung von Gehölzen an.