Schwarze Krähenbeeren (Empetrum nigrum)
Die schwarze Krähenbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und kann bis zu 30 cm hoch werden. Ihre Blätter sind zu Nadeln geformt und die Früchte sind klein, fest und fast schwarz. Den Namen Krähenbeere trägt sie, wegen der Verbreitung ihrer Samen durch die Krähen. Wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C ist sie bis heute ein begehrtes Nahrungsmittel bei den Inuit in den Polarregionen. In Island benutzte man die Beeren um Wolle zu färben, sie erhielt dadurch eine rote bis violette Färbung. Die Pflanze wächst bis weit in den Norden, es gibt große Bestände davon sogar in Lappland und bis nach Grönland. In Norwegen wurde im Mittelalter aus den Beeren Wein gemacht. Und auch im Kompott oder vermischt mit Robbenfleisch, Dorschleber oder anderen Zutaten waren die Beeren immer schon ein begehrter Vitaminlieferant. Man kann sie roh oder gekocht verzehren oder sie zu Saft verarbeiten.
Schwarze Krähenbeeren werden auch Rauschbeeren genannt, das ist auf die leicht berauschende Wirkung zurückzuführen, die ihr Verzehr hervorrufen soll. Die Nadeln der Krähenbeere enthalten wohlriechende ätherische Öle, die durch Reiben freigesetzt werden und so die Sinne anregen. Wer schon einmal Urlaub an der Nordseeküste gemacht hat, wird sich an die Pflanze sicher erinnern oder hat sie dort sogar schon einmal probiert.