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Wirkungen und Nebenwirkungen von Preiselbeeren

In der Volksheilkunde wird die Preiselbeere bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. So wirkt sie harntreibend, was sie für die Behandlung von Blaseninfektionen und Erkrankungen der Niere sehr wertvoll macht. Preiselbeeren erhöhen den Säuregehalt im Urin, dies zerstört die Bakterien, die für die Infekte verantwortlich sind. Darüber hinaus sorgen die Wirkstoffe in den Beeren dafür, dass sich die Bakterien nicht an den Wänden der Harnwege festsetzen können.

Bereits die amerikanischen Ureinwohner schätzen die antibakteriellen Eigenschaften der Preiselbeere. Sie wuschen ihre Wunden mit dem Saft der Pflanze aus. Bei Pfeilwunden legten sie zerdrückte Beeren auf, um eventuell eingedrungenes Gift damit herauszuziehen. Die Früchte der Preiselbeere enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe wie das Arbutin und Pektin außerdem Natrium, Kalium und Phosphor. Besonders bemerkenswert ist der hohe Gehalt an Vitamin C, 100g der Früchte enthalten bis zu 40 mg des Vitamins. Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff der Beeren ist das Quirin, dieser Wirkstoff unterstützt die Funktion der Leber und hilft ihr bei der Ausscheidung von Giftstoffen.

Aber nicht nur die Früchte haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Aus den Blättern lässt sich ein Tee zubereiten, der bei Durchfall und Blähungen eingesetzt wird. Auch äußerlich wirkt der Tee, wenn man ihn, bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum, zum Gurgeln verwendet. Die Blätter haben die Eigenschaft den Blutzuckerspiegel leicht zu senken. Wer als Diabetiker auf Insulingaben angewiesen ist, sollte Tee aus Preiselbeerblättern daher erst nach Rücksprache mit dem Arzt trinken. Die Blätter der Preiselbeerpflanze sind zusammen mit Goldrute und Birke oft Bestandteil von Blasentees.