Die Moltebeeren Pflanze – anpflanzen und ernten
Die Pflanze der Moltebeere ist sehr niedrig, sie erreicht gerade mal eine Wuchshöhe von 5 bis 25 cm. Jede Pflanze trägt nur eine einzige Blüte, aus der sich nach der Blütezeit im Mai bis Juli eine Frucht entwickelt. Moltebeeren sind zweihäusig, es gibt männliche und weibliche Exemplare. Die Blüte der weiblichen Pflanze besteht aus 5 Blütenblättern und trägt den Stempel, während sich auf der männlichen Blüte die Staubgefäße befinden. Nach der Bestäubung durch Insekten entwickelt sich die Frucht, die erst grünlich dann rötlich und schließlich orange leuchtet. Sie ähnelt in ihrer Form der Himbeere oder der Brombeere. Sie ist ebenfalls eine Sammelsteinfrucht, das bedeutet, dass die aus vielen kleinen Früchten besteht, die an einem Stängel zusammenhängen. Moltebeeren vermehren sich durch Rhizome, das sind Wurzelausläufer die an die Oberfläche treten und dort dann verholzen. Sie sind mehrjährig und wachsen auf sumpfigem Boden in saurer Erde. Die Blätter sind eher runzelig und haben eine ausgeprägte Nierenform. An ihrer Unterseite sind sie behaart und tragen dort gelbe knotige Auswüchse.
Moltebeeren anpflanzen und ernten
Moltebeeren benötigen für ihr Wachstum einen sauren moorigen Boden in Sumpf- oder Moorwiesen. Der PH Wert des Bodens sollte zwischen 3 und 5 liegen. Die Pflanze ist winterhart und kommt mit Temperaturen von bis zu Minus 38° C problemlos zurecht. Wer in seinem Garten über ein Moorbeet verfügt, kann sie dort anpflanzen. Moltebeeren sind zweihäusig, das heißt, dass man für eine Ernte immer eine weibliche und eine männliche Pflanze haben muss. Die Pflanzen sind bei uns nur über den Fachhandel zu bekommen, wer sie vermehren möchte, tut dies am besten über Wurzelausläufer. Eine weibliche Pflanze bringt jedoch immer nur weibliche Rhizome hervor und umgekehrt. So kann es vorkommen, dass sich viele Tochterpflanzen bilden, die aber keine Früchte tragen.
Moltebeeren sind an ein hartes Klima angepasst und daher nicht sehr anfällig für Schädlinge. Lediglich der Sternrußtau und die Brennfleckenkrankheit können ihr auf Dauer schaden. In ihrer Heimat werden sie darüber hinaus vom Moltebeerenkäfer befallen, der die Blätter der Beeren abfrisst.