Menü

Wirkung und Nebenwirkungen von Johannisbeeren

Anders als andere Gewächse, fand die Johannisbeere erst im 16. Jahrhundert Verwendung in der Medizin. Bei den schwarzen Sorten dauert es sogar bis ins 18. Jahrhundert, bis ihr Wert als Hausmittel entdeckt wurde. Durch ihren Gehalt an Vitamin C ist sie ein wertvoller Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Ihr Saft gilt als überaus wirksam bei Durchfällen, zur Fiebersenkung und gegen Heiserkeit. Die Beeren sind reich an Mineralien und Spurenelementen wie Kalzium, Kalium und Phosphor. Die schwarzen Johannisbeeren enthalten Substanzen, die Magen- und Darminfektionen entgegenwirken, denn sie hemmen das Wachstum der Bakterien die Durchfall verursachen.
Die Kerne der Johannisbeere enthalten ein Öl, dass Gamma-Linolensäure enthält. Dieser essenziellen Fettsäure wird eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel nachgesagt. Sie ist eine Vorstufe von Säuren die Hormone ableiten. Diese Hormone wiederum beeinflussen den Cholesterolspiegel. Die in den Früchten enthaltenen Farbstoffe gelten als Fänger von freien Radikalen, diese stehen ja bekanntlich im Verdacht, Krebs auszulösen.
Aber nicht nur die Früchte finden in der Hausapotheke Verwendung, auch die Blätter enthalten viele wertvolle Bestandteile. So findet man in den Blättern Gerbstoffe und Flavinoide. Ein daraus zubereiteter Tee wirkt zusammenziehend und Wasser treibend. Damit wird eine Behandlung bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht unterstützt. Zerreibt man die Blätter frisch, so lindern sie Insektenstiche und fördern die Wundheilung.
Menschen die eine Nierenerkrankung haben oder unter Herzbeschwerden leiden, sollten im Umgang mit den Johannisbeeren vorsichtig sein. Durch die harntreibende Wirkung kann die Harnausscheidung zu stark angeregt werden. Auch Frauen in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit, sowie Kinder unter 12 Jahren, sollten Präparate aus der Johannisbeere nur nach Rücksprache mit dem Arzt verwenden.