Japanische Weinbeere – ernten und anpflanzen
Man sieht der japanischen Weinbeere ihre Verwandtschaft mit den heimischen Himbeeren und Brombeeren an. Die Früchte ähneln den Himbeeren, nun sind die Beeren etwas dunkler und sehen ein wenig gelackt aus. Vom Geschmack her sind die Weinbeeren leicht säuerlich und haben ein Aroma, das ganz leicht an eine Kiwi, oder an Weintrauben erinnert. Die Beeren erreichen in etwa die Größe unserer heimischen Himbeeren und reifen von Mitte Juli bis in den August hinein.
Der Strauch kann eine Höhe von bis zu 3m erreichen, er wächst bevorzugt auf nahrhaften und kalkreichen Böden. Er ist selbstfruchtend, es braucht also nur eine Pflanze um Früchte zu ernten. Die Ranken haben eine rotbraune Farbe und tragen winzige borstige Stacheln. Typisch für die japanische Weinbeere sind klebrige Sekrete, die von der Pflanze ausgeschieden werden. Diese Sekrete verhindern, dass sich Schadinsekten an den Früchten gütlich tun. So sind die Beeren kaum von Maden oder ähnlichen Schädlingen befallen. Wie bei den Himbeeren wachsen die Früchte an den Ruten des Vorjahres. Hier bilden sich ab Juni die bis zu 4 cm großen weißen Blüten, sie stehen in kleinen Trauben an den Ranken.
Japanische Weinbeeren pflanzen und ernten
Wer die japanische Weinbeere in seinem Garten anpflanzen möchte, sollte ihr einen sonnigen bis halbschattigen Platz bieten. Der Boden sollte ausreichend durchlässig und feucht sein und die Pflanze freut sich wegen ihrer langen Ruten über eine Rankhilfe. Soll die Weinbeere an einer sonnigen Stelle wachsen, so muss auf eine ausreichende Wässerung geachtet werden. Durch Unterpflanzung mit Maiglöckchen soll sich der Ertrag der Weinbeeren steigern lassen.
Die Ruten tragen immer erst im zweiten Jahr, daher können sie nach der Ernte bis auf den Boden zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt kann im Herbst (Oktober bis November) oder im März erfolgen. Weinbeeren sind gut frosthart und brauchen auch keinen Winterschutz. Wie ihre Verwandten die Brombeeren neigen die Weinbeeren dazu, im Garten auf Wanderschaft zu gehen. Neue Pflanzen tauchen dann unter Umständen auch in Nachbars Garten auf und treiben dort aus.