Die Holunderbeere in der Küche
Wer Holunder genießen möchte, muss nicht warten, bis die Beeren reif sind. Auch aus den Blüten lassen sich wunderbare Leckereien zubereiten. Für einen Sirup sammelt man Blüten und weicht sie für 48 Stunden in heißem Wasser ein. Dazu gibt man Scheiben von frischen Zitronen. Nach dem Einweichen wird alles durch ein Tuch gedrückt. Die Flüssigkeit riecht bereits sehr intensiv nach den Blüten. Danach kommt pro Liter der Flüssigkeit ein Pfund Zucker dazu und wird dann aufgekocht. Zitronensäure aus der Apotheke macht den Sirup haltbar.
In Süddeutschland sind die sogenannten Hollerkücherl sehr beliebt. Dazu taucht man die Blütenrispen in dünnen Pfannkuchenteig und bäckt das ganze in heißem Fett heraus. Mit Zimt und Zucker bestreut sind sie eine Delikatesse, dazu schmeckt Apfelmus oder auch ein Vanilleeis.
Aus den Beeren kann man Konfitüre kochen, wegen des sauren Geschmacks werden die Beeren meist mit anderen Früchten wie Birnen oder Äpfeln eingekocht. Das mildert die Säure und gibt einen feinen Geschmack.