Holunderbeeren (Sambucus Nigra)
Fast jeder kennt das Märchen von der Frau Holle, die ihre Betten ausschüttelt und dann schneit es auf der Erde. Aber kaum jemand weiß, dass mit der Frau Holle die alte Göttin Holla gemeint ist. Und die Federn die auf die Erde fallen sind nichts anderes als die feinen weißen Blüten des Holunders. Früher stand vor fast jedem Haus ein Holunder und wer ihn fällte, der musste mit Unglück rechnen.
Die Menschen der damaligen Zeit sahen den Holunder als ihre Apotheke an. Tatsächlich kann man jedes Teil der Pflanze zu medizinischen Zwecken benützen. Bei Ausgrabungen fanden die Archäologen Beweise dafür, dass bereits in der Steinzeit Holunder zu Heilzwecken verwendet wurde. Der Volksmund nennt den Holunder auch Holder, Kelken oder Allhorn. Noch heute findet man den Strauch an den Rändern von Laub- und Nadelwäldern und im Ufergebüsch naturnaher Flüsse und Bäche.